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Windparkprojekt in Liesberg wird sistiert

Mangels Wirtschaftlichkeit wird das Windparkprojekt in Liesberg vorläufig sistiert. Je nach Ausrichtung der zukünftigen kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) und kostensenkenden Technologien in der Windproduktion werden EBM und die Burgerkorporation zusammen das Windprojekt später wieder aufnehmen.

Seit rund drei Jahren prüfen die EBM und die Burgerkorporation Liesberg zusammen die Erstellung eines Windparks in Liesberg. Im Rahmen der kantonalen Energiestrategie Basel-Landschaft sollen mit Windkraft 4500 Haushalte regional mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Mit Abschluss der Vorstudie und insbesondere der Windmessungen wurde inzwischen eine finale Analyse der Wirtschaftlichkeit bezüglich des Windparks in Liesberg erstellt. Ein wesentlicher Parameter sind dabei die Stromgestehungskosten pro Kilowattstunde (kWh) in Verbindung mit der schweizweiten Förderung von erneuerbaren Energien (KEV).

Mit Annahme der Energiestrategie 2050 durch den Schweizer Souverän am 21. Mai 2017 wurde entschieden, dass die Stromabgabe für die Fördermassnahmen von heute 1,5 Rp. auf 2,3 Rp./kWh erhöht wird. Damit stehen grundsätzlich mehr KEV-Mittel zur Förderung von erneuerbaren Energien zur Verfügung. Allerdings profitiert die Windkraft nur begrenzt davon. Die meisten Gelder aus der KEV sind bereits zugewiesen und werden für Projekte auf einer Warteliste verwendet. Ausserdem wird die Vergütungsdauer von 20 auf 15 Jahre reduziert. Das heutige Modell der KEV soll nur noch bis ins Jahr 2022 laufen und anschliessend durch eine noch unbekannte Nachfolgelösung ersetzt werden. Aufgrund dieser veränderten Rahmenbedingungen bei der KEV hat sich ergeben, dass sich das Projekt Windpark in Liesberg nicht wirtschaftlich betreiben lässt.

Ausschlaggebend für die Sistierung waren zudem auch die lokalen Windverhältnisse. Die Werte der Windmessungen, die während zwei Jahren aufgezeichnet wurden, lagen unter den Erwartungen. Ausgegangen war man von durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 5 m/s. Diese wurden jedoch um rund 10 Prozent unterschritten.

Eine für neue Windparks wirtschaftliche Nachfolgelösung der KEV und die weiter fortschreitende Entwicklung der Windenergietechnologie mit zuweilen erheblichen Kosteneinsparungen, könnten die Situation in 2 bis 3 Jahren aber wieder verändern. Die EBM wird das Umfeld weiterhin intensiv beobachten. Sobald die regulatorischen Parameter bekannt sind und die Wirtschaftlichkeit eines Windprojekts in Liesberg gegeben ist, wird die EBM das Projekt zusammen mit der Burgerkorporation wieder aufnehmen.

Unabhängig von der aktuellen Situation für Windkraft im Kanton Baselland schreitet die EBM beim Bau und der Produktion von erneuerbaren Energien tatkräftig und erfolgreich voran. Neben eigenen Beteiligungen an regionalen Wasserkraftwerken sind aktuell über 2000 Photovoltaikanlagen im EBM-Netzgebiet installiert. Die EBM konzentriert ihre Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien in der aventron AG. Diese plant bis ins Jahr 2020 einen Anlagenpark mit Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie mit einer installierten Leistung von mindestens 500 Megawatt und einer Produktionskapazität von rund 1000 Gigawattstunden (GWh).

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