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Mehr Umweltenergie im Einsatz

Die AEB Alternativ-Energie Birsfelden AG erzeugt umweltfreundliche Wärme. Die Heizanlage wurde 2016 zusätzlich mit einer Holzschnitzelheizung ausgestattet, eine weitere Wärmepumpe löst altershalber ein vorhandenes Aggregat ab.

Seit 1985 wird die Abwärme des Wasserkraftwerks Birsfelden als Wärmequelle genutzt. Die vier Turbinen und ihre Generatoren geben Wärme ab, die für den AEB-Wärmeverbund genutzt wird. Mit Wärmepumpen, die das Temperaturniveau erhöhen, werden die umliegenden Quartiere beheizt.

In Birsfelden werden von der AEB rund 1200 Wohnungen mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Der Anteil an erneuerbaren Energien wird durch die geplanten Investitionen auf über 70 Prozent erhöht.

Wenn in den Wintermonaten die Leistung der Wärmepumpen nicht mehr genügte, wurden bisher in den Unterstationen vier mit Öl betriebene Spitzenlastzentralen in Betrieb genommen. Zukünftig liefert in der kalten Jahreszeit eine Holzschnitzelfeuerung einen grossen Teil der benötigten Energie.

Die neue Wärmepumpe wurde im Dezember 2016 eingebaut. Sie hat eine Leistung von rund 2000 kW und stammt aus dem Haus der zur Daikin-Gruppe gehörenden englischen Firma J&E Hall. Zusammengebaut wurde sie in Spanien und von dort mit einem Sattelschlepper nach Birsfelden transportiert. Die Maschine ersetzt eine alte Wärmepumpe aus der Gründerzeit der AEB.

Als Kältemittel wird Ammoniak eingesetzt. Dieser Stoff hat für die Anwendung in einer Wärmepumpe mit relativ hohen Temperaturen von rund 70°C hervorragende thermodynamische Eigenschaften. Ammoniak ist eine Stickstoff-Wasserstoff-Verbindung, die im Stoffwechsel beim Auf- und Abbau von Aminosäuren eine wichtige Rolle spielt. Darum gilt es als natürliches Kältemittel, obwohl es zur Anwendung in der Landwirtschaft und in der Industrie synthetisch hergestellt wird. Der Maschinenraum der AEB ist mit einer Sturmlüftung ausgerüstet, die bei einer zu hohen Konzentration automatisch in Betrieb geht.

Die Holzschnitzelfeuerung ist ebenfalls bereits in Betrieb. Sie wird ausschliesslich mit gehäckseltem Waldholz aus der Region betrieben. Der Holzkessel besitzt eine Leistung von 850 kW, zusätzlich werden über eine Abgaskondensation weitere 250 kW Leistung umweltfreundlich erzeugt.

Die Anlage ist mit einem Zyklon und einem Elektrofilter ausgerüstet, die den anfallenden Feinstaub zurückhalten. Sämtliche technischen Komponenten der neuen Anlage haben in der bestehenden Energiezentrale beim Kraftwerk Platz. Zusätzlich wurde ein unterirdisches Holzschnitzelsilo realisiert.

Der Holzkessel und die neue Wärmepumpe gingen anfangs 2017 ans Netz. Dank der neuen Holzheizung und dem abgeänderten Betriebskonzept werden der Einsatz von Öl und der CO2-Ausstoss minimiert.

Am Donnerstag, 30.3.2017, konnten die Kunden die neue Wärmezentrale besichtigen. Rund 250 Personen machten von diesem Angebot Gebrauch.