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Einbau einer Holzschnitzelheizung in der WOT-Zentrale

Die Heizzentrale des Wärmeverbunds Oberwil-Therwil auf dem Areal der Abwasser-Reinigungsanlage Birsig soll modernisiert werden. Eine Holzschnitzelheizung ermöglicht den zusätzlichen Einsatz von erneuerbaren Energien.

Der Wärmverbund Oberwil-Therwil (WOT) wurde 1994 gemeinsam von den Gemeinden Oberwil, Therwil, dem Kanton Basel-Landschaft und der EBM gegründet. Am Aktienkapital sind die Gemeinde Oberwil mit 49,8 Prozent, die Gemeinde Therwil mit 28,7 Prozent sowie die EBM mit 21,5 Prozent beteiligt.

 Die Wärme zum Heizen wird in zwei Wärmezentralen auf dem ARA-Birsig-Areal in Therwil und in der Hüslimatt-Schulanlage in Oberwil produziert. Angeschlossen sind Schulhäuser, das Alterszentrum Dreilinden, ein Einkaufscenter, die Gemeindeverwaltung Oberwil sowie über 80 weitere Liegenschaften.

Da die Anlagen inzwischen ein Vierteljahrhundert alt sind, drängt sich eine Modernisierung auf. Diese bietet die Chance, den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen und den CO2-Ausstoss zu reduzieren.

 Das Projekt steht im Einklang mit der kantonalen und nationalen Energiestrategie. Die beiden Gemeinden haben der EBM als Betreiberin des Wärmeverbunds den Auftrag erteilt, zusammen mit Planungsfirmen ein Projekt auszuarbeiten und zu realisieren, das auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.

 Derzeit wird in der Heizzentrale in Therwil eine Wärmepumpe betrieben, die die Abwärme aus der Kläranlage nutzt. Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk produziert Strom und Wärme. Ein Ölkessel wird bei Spitzenlast zugeschaltet.

Um fossile Brennstoffe einsparen zu können, soll zukünftig in der bestehenden Heizzentrale eine Holzschnitzelheizung mit modernsten Filter- und Abluftreinigungsanlagen realisiert werden. Vorgesehen sind zwei Heizkessel. Für die Lagerung der Holzschnitzel ist am bestehenden Gebäude ein Anbau vorgesehen, wozu es eine Baubewilligung benötigt. Während der Heizperiode ist mit täglich maximal ein bis zwei Transportfahrzeugen zu rechnen. Die bestehende Wärmepumpe wird noch diesen Sommer durch ein modernes, leistungsfähigeres Modell ersetzt.

 Das bestehende Blockheizkraftwerk wird rückgebaut und nicht mehr ersetzt. Der Kanton Baselland plant seinerseits den Ausbau der ARA-Birsig und die Produktion von Strom aus Klärgas. Die neuen Heizkessel, die Kaminanlage mit den diversen Filtern und das Silo sollen im Sommer 2019 installiert werden.

Bei der vorgesehenen Sanierung der Wärmezentrale auf dem ARA-Birsig-Areal werden alle Vorschriften der Behörden und die Umweltauflagen umfassend berücksichtig. Das Projekt ermöglicht es, den Wärmeverbund ganz im Sinne einer verantwortungsbewussten Energiepolitik noch effizienter, umweltfreundlicher und wirtschaftlicher zu betreiben. Der Anteil an erneuerbaren Energien lässt sich durch den Umbau von heute 30 auf neu 70 Prozent steigern.

Der Ausbau führt zu einer Attraktivitätssteigerung des gesamten Wärmeverbunds. Für Eigentümer von Liegenschaften wird es noch interessanter, am vorhandenen WOT-Wärmeverbund anzuschliessen.

 Der Wärmeverbund Oberwil-Therwil stellt eine komfortable und effiziente Lösung für den Bezug von Wärme dar: Die Kunden beziehen über die gesamte Vertragszeit Wärme zum Heizen zu einem vereinbarten Preis. Sie benötigen keine eigene Heizung mehr und müssen sich weder um die Planung, den Bau, den Betrieb noch um den Unterhalt kümmern.

Weitere Informationen:

  • Michael Schneider, Vizepräsident des Verwaltungsrats des Wärmeverbunds Oberwil-Therwil, Geschäftsführer der EBM Wärme AG, Tel. +41 61 415 43 62, Mail m.schneider@ebm.ch

Bei Störungen oder Stromunterbrüchen wählen Sie bitte:

Netzgebiet EBM +41 61 415 41 41

Netzgebiet AVAG +41 62 205 56 56