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Ein Zeichen für die Energieautonomie setzen

Die EBM Wärme AG erstellt die neue Heizzentrale für das Fernwärmenetz des Energieverbunds Einsiedeln. Am 20. November wurde mit einem feierlichen Akt im Dabeisein von Dr. Conrad Ammann, CEO EBM, und Michael Schneider, Geschäftsführer der EBM Wärme AG, der Grundstein gelegt.

Am 20. November wurde der Grundstein für die neue Heizzentrale auf dem Holzhof des Klosters Einsiedeln gelegt. Die neue Heizzentrale befindet sich in unmittelbarer Nähe der bestehenden Heizanlage, die später ausser Betrieb genommen wird. Das Kernstück der neuen Anlage ist ein Holzkessel mit Filteranlagen, in dem unbehandeltes Altholz verfeuert wird. Damit wird eine Abdeckung des Wärmebedarfes von über 90 Prozent erreicht. Die Heizzentrale speist ab Herbst 2018 das Fernwärmenetz der Energieverbund Einsiedeln AG und beheizt so das Kloster, drei Schulhäuser des Bezirks und weitere Privatgebäude. Weitere Anschlüsse sollen erfolgen.

Der Spatenstich für den Ausbau des Wärmenetzes fand im Frühling 2017 statt. Die Bauarbeiten dauerten den gesamten Sommer hindurch. Das Leitungsnetz weist eine Länge von rund 1‘600 Trassenmetern auf und wird zu Beginn mehrere Kunden mit einer Wärmemenge von rund 6 bis 6,5 Millionen kWh pro Jahr versorgen. Für den Bau und den Betrieb des Wärmenetzes wurde im Juli 2016 die Energieverbund Einsiedeln AG gegründet. Im Moment wird der Wärmeverbund noch von der alten Holzheizung des Klosters versorgt.

Gemeinde und Kloster spannen zusammen
Die Idee, einen Wärmeverbund zu gründen und mit unbehandeltem Altholz zu betreiben, entstand vor rund drei Jahren und wurde durch die Energiekommission des Bezirks Einsiedeln und das Kloster unterstützt. Vorgängig waren eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und das Potenzial für zukünftige Anschlüsse ermittelt worden. Im Mai 2014 hatte das Kloster mit zwei lokalen Unternehmen eine erste schriftliche Vereinbarung über die Holzlieferungen getroffen.

Mitgetragen wird das Projekt auch von der Energiestadt Einsiedeln, die der Idee einer regionalen Energieautonomie mit Wohlwollen gegenüberstand und die Energieverbund Einsiedeln AG unterstützte. Eine Chance sehen die Initianten darin, dass Private ihre Liegenschaften entlang der Leitungen des Wärmeverbunds anschliessen können und so von einer günstigen und umweltfreundlichen Wärmeversorgung profitieren können.

Moderne Technologien eingesetzt
Mit dem Projekt kann ein Teil an Energieautonomie für die Region erreicht werden. Das unbehandelte Altholz wird in einer modernen Anlage nach strengen Auflagen der Luftreinhalteverordnung verfeuert und muss nicht mehr ins Ausland exportiert werden. Mit einer Holzheizung lassen sich grosse Mengen Erdöl substituieren. Im Vergleich zu einer konventionellen Ölheizung werden im Endausbau  jährlich ungefähr 2‘800 Tonnen CO2 eingespart. Damit leisten das auf Nachhaltigkeit bedachte Benediktinerkloster und die Energieverbund Einsiedeln AG einen Beitrag an den Umweltschutz und die Ressourcenschonung. Bauherr der neuen Wärmezentrale ist die EBM Wärme AG aus Münchenstein. Sie betreibt in der Schweiz und in Frankreich bereits 216 Wärmeanlagen und bringt ihre reichhaltige Erfahrung und ihr grosses Know-how ein. Sie erstellt, betreibt und unterhält die neue Heizzentrale und gibt die Wärme nach einem festgesetzten Tarif an den Energieverbund Einsiedeln ab.

Berühmtes Kloster
Das Benediktinerkloster Einsiedeln mit seiner Abtei- und Kathedralkirche Maria Himmelfahrt und St. Mauritius zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Schweiz. Es stellt eine wichtige Station auf dem Jakobsweg dar. Die schwarze Madonna ist ein Anziehungspunkt für Pilger und Touristen. Die Klostergemeinschaft zählt rund 50 Mitglieder. Der Bezirk Einsiedeln ist mit rund 15‘000 Einwohnern  die zweitgrösste Gemeinde im Kanton Schwyz. Der Bezirk Einsiedeln besitzt seit 2014 das Label «Energiestadt».