Öffnung des Strommarktes
Seit 1. Januar 2009 können nur Endverbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 100 000 kWh (Firmenkunden) den Energielieferanten frei wählen. Alle übrigen Stromkunden bleiben bei ihrem bisherigen Energielieferanten und geniessen so die Vorteile der Grundversorgung. Der Preis für die Grundversorgung wird jährlich aufgrund der langfristigen Strombezugsverträge sowie der Kostenentwicklung beim Netz zu den bestmöglichsten Konditionen neu festgelegt. Im Streitfall entscheidet die Eidgenössische Elektrizitätskommission.
EBM senkt für das Jahr 2011 ihre Strompreise
Nach einer Nullrunde im Vorjahr, senkt die EBM die Strompreise für das Jahr 2011 um durchschnittlich 1,4 Prozent. Damit profitieren die Kunden der EBM erneut von der kundenfreundlichen Unternehmenspolitik der privatrechtlich organisierten Genossenschaft.
Neue industrielle Grossunternehmen, die sich im Netzgebiet der EBM ansiedeln, und die insgesamt bessere Wirtschaftslage führen zusammen mit dem privaten Konsum zu einem beträchtlichen Ansteigen des Stromumsatzes. Weil mehr Strom durch das Netz der EBM fliesst, können die fixen Kosten bei der Netznutzung auf zusätzliche Kilowattstunden verteilt werden. Demgegenüber bedingt der zusätzliche Stromverbrauch die Beschaffung von teurerer Energie aus neuen Quellen, denn die Möglichkeiten, aus den bestehenden Kraftwerken noch mehr günstigen Strom zu beschaffen, sind ausgeschöpft. Insgesamt fällt die Ermässigung beim Netz stärker ins Gewicht als die steigenden Energiekosten. Damit reduziert sich der Strompreis der EBM (Energie und Netznutzung zusammen) um durchschnittlich 1,4 Prozent für alle Kundengruppen. Das gibt den Kunden einen finanziellen Spielraum, um vermehrt die neuen EBM-Naturstromprodukte zu wählen. Die Preisreduktion für das Jahr 2011 fällt für die einzelnen Kundengruppen unterschiedlich aus. Sie beträgt beispielsweise bei einem mittleren Haushalt durchschnittlich 18 Franken pro Jahr.
Was bringt die Zukunft?
Die Strompreise werden steigen. Die Gründe liegen unter anderem in der bevorstehenden Stromlücke, welche vermehrt eine direkte Beschaffung am Markt bzw. den Bau von neuen Kraftwerken mit höheren Gestehungskosten bedingen. Preistreibend wirkt zudem der Beschluss des Parlamentes: Die KEV-Förderabgaben werden ab 2013 auf 0.9 Rappen pro Kilowattstunde verdoppelt. Es ist geplant, die
Wasserzinsen stufenweise zu erhöhen. Bei den Systemdienstleistungen sind noch lange nicht alle Fragen gelöst.
Tarifzeiten
Die EBM unterscheidet bei den Energie- und Netznutzungspreisen nach Hoch- und Niedertarif.