Tipps für richtiges Heizen

1. Raumtemperatur richtig wählen
Die ideale Raumtemperatur beträgt 20 °C im Wohnraum, 18 °C im Schlafzimmer und 22 °C im Badezimmer. 20 °C entsprechen etwa der Stufe drei auf einem Thermostatventil. Reduzieren Sie die Raumtemperatur in wenig genutzten Räumen oder im Schlafzimmer auf 18 °C. Falls Sie mit offenem Fenster schlafen, achten Sie darauf, dass die Ventile am Heizkörper zugedreht sind.

2. Nachtabsenkung veranlassen
Nachts können Sie die Raumtemperatur je nach Vorliebe um zwei bis vier °C absenken. Bei den meisten Heizungssteuerungen funktioniert dies automatisch. Eine stärkere Absenkung ist nicht sinnvoll, weil dann durch das Aufwärmen ausgekühlter Mauern mehr Energie verbraucht als eingespart wird. Eine Radiatorenheizung kann ohne Vorlaufzeit abgesenkt werden, da sie rasch reagiert. Die Temperatur einer Fussbodenheizung hingegen sollte zwei bis drei Stunden vor der eigentlichen Nachtabsenkung reduziert werden.

3. Thermostat richtig bedienen
Ein Thermostatventil ist ein so genannter selbsttätiger Regler und sorgt automatisch für gleichbleibende Temperaturverhältnisse. Das Thermostatventil reagiert jedoch auf Fremdwärme durch Sonneneinstrahlung oder elektrische Geräte. Zudem kann der Heizkörper aufgrund mangelnder Entlüftung manchmal auch nur partiell warm sein. Prüfen Sie deshalb die gewünschte Raumtemperatur mit einem im Raum aufgestellten Thermometer.

4. Fehleinstellungen vorbeugen
Als Erinnerungshilfe besitzen viele Thermostatventile Einstellstifte, Merkringe oder Pfeile, mit denen die minimal und maximal wählbare Temperatur markiert und ein Weiterdrehen verhindert werden kann. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um Fehleinstellungen vorzubeugen. Besonders praktisch ist dies in Haushalten mit kleinen Kindern, da diese gern die Reglereinstellung verändern.

5. Fernfühler einsetzen
Thermostatventile befinden sich nicht immer am optimalen Ort. Oftmals sind sie durch Möbel, Vorhänge oder auch Heizkörpernischen verdeckt und messen somit lediglich die entstandene Stauwärme (zum Beispiel hinter einem Vorhang). Das Resultat ist eine dauerhaft zu niedrige Raumtemperatur. Ein sogenannter Fernfühler schafft hier Abhilfe. Er wird in ca. 1.5 Meter Entfernung zum Heizkörper an der Wand angebracht und misst die eigentliche Raumtemperatur.

6. Einzelraumregulierung montieren
Bei besonders schlecht zugänglichen Heizkörpern ist ein Fernregler sinnvoll. Noch komfortabler sind elektronische Raumthermostate, die zum Beispiel neben dem Lichtschalter montiert werden. Das Regelsignal an das Heizungsventil wird in diesem Fall funkgesteuert übermittelt.

7. Vergesslichkeit überlisten
Mit einem elektronischen Heizkörperthermostat kann man die eigene Vergesslichkeit überlisten. Besonders sinnvoll ist das für Räume, die zwar regelmässig, jedoch nur für begrenzte Zeit benutzt werden, etwa das Badezimmer oder der Hobbyraum. Eine für jeden Wochentag individuell programmierbare Zeitschaltuhr öffnet und schliesst das Heizungsventil nach Bedarf und ermöglicht somit kurzzeitig ideal beheizte Räumlichkeiten.

8. Thermostatventil nicht verdecken
Ein Thermostatventil arbeitet nur dann richtig, wenn es nicht von Vorhängen, Fensterbrettern, Verkleidungen oder Möbeln verdeckt wird. Deshalb sollte man diese Barrieren entfernen oder Fernfühler verwenden.

9. Heizflächen freihalten
Der Heizkörper darf ebenfalls nicht von Gegenständen verdeckt werden. Die heute üblichen Flachheizkörper wärmen den Raum, indem sie die Luft erhitzen, die durch den Raum zirkuliert. Wird diese Zirkulation durch Möbel, Vorhänge oder Zimmerpflanzen unterbrochen, so wird unnötig viel Energie zum Erwärmen der Raumluft verbraucht.

10. Rollläden benutzen
In sehr kalten Winternächten sollten Sie Ihre Roll- oder Klappläden schliessen. Das senkt auch bei Isolierglasscheiben den Wärmeverlust um bis zu 10 Prozent.

11. Rohrdämmung anbringen
Rohrdämmungen sind eine einfache Massnahme zur Einsparung von Energie, weil sich dadurch Wärmeverluste von Heizungs- und Warmwasserleitungen erheblich reduzieren lassen. Bei Neubauten sind sie gesetzlich vorgeschrieben. Wichtig dabei ist, dass es für jeden spezifischen Rohrdurchmesser eine optimale Dämmschichtdicke gibt. Ist diese bekannt, können Rohrdämmungen mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst angebracht werden.

12. Cheminée beachten
Durch ein offenes Cheminée entweicht während der Heizperiode viel warme Raumluft, die wiederum über die Heizung bereitgestellt werden muss. Es wird empfohlen, die offene Feuerstelle mit einem Glasabschluss zu versehen oder eine neue Heizkassette einzubauen.

Heizungsberatung