Wachsender Strombedarf
Nicht nur in der Industrie und im Dienstleistungssektor, sondern auch im privaten Bereich wird mehr Elektrizität verbraucht. Dies, obwohl seit 1992 der Stromverbrauch von fast allen Haushaltgeräten dank mehr Effizienz gesunken ist.
Grund für die stetige Verbrauchszunahme ist, dass pro Haushalt immer mehr elektrische Geräte zum Einsatz kommen. Heute hat man vielfach mehrere Fernseher, fast in jedem Zimmer befindet sich ein Computer und wenn man einen neuen Kühlschrank kauft, nutzt man den alten als Zweitgerät weiter. Diese Entwicklungen und auch die zunehmende Anzahl und Fläche der Wohnungen lassen weiterhin eine steigende Stromnachfrage voraussagen. Folge davon kann sein, dass es bereits ab dem Winterhalbjahr 2018 in der Schweiz zu Stromknappheit kommt. Das insbesondere dann, wenn ein Ausbau der Produktionskapazitäten versäumt wird.
Je nach Prognose fehlen bis 2035 rund 10 bis 25 TWh Strom in der Schweizer Stromproduktion, und zwar aufgrund des steigenden Stromverbrauchs und einer gleichzeitig sinkenden Produktionsbasis. Mit Sparmassnahmen und verbesserter Energieeffizienz lässt sich die Stromknappheit nicht beseitigen. Die sichere Versorgung mit Strom kann also ohne neue Grosskraftwerke langfristig nicht sichergestellt werden.

