Länderspezifische Stärken nutzen
70 Millionen Franken investiert die EBM in Windparks und Photovoltaikanlagen im Süden. Dass damit Ökokraftwerke in Spanien und in Italien und nicht in der Schweiz finanziert werden, hat zwei wesentliche Gründe. Erstens sind Projekte dieser Grössenordnung in der Schweiz nicht machbar. Zweitens sind die hiesigen Produktionsfaktoren für Wind und Sonne nicht optimal.
Das zeigt sich deutlich an einem Vergleich: Die geplanten Anlagen in Italien und Spanien lassen die hierzulande bereits installierte Leistung und Produktion weit hinter sich zurück. Gemäss Suisse Eôle sind in der Schweiz total 33.57 Megawatt Windenergie installiert. Damit konnten im Jahr 2009 etwas über 22 Millionen kWh Strom produziert werden. Das reicht für 6200 Haushalte. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Photovoltaik, welche im Jahr 2009 bei einer installierten Leistung von 70 Megawatt insgesamt 49 Millionen kWh Strom lieferte (Quelle: Swissolar). Der so in der Schweiz produzierte Strom reichte also aus, um rund 18'000 Haushalte zu versorgen. Anders zeigt sich das Verhältnis bei den EBM Projekten in Italien und Spanien. Die Windfarm in Spanien und die geplanten Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von zusammen 64 Megawatt werden gegen 120 Millionen kWh Strom liefern. Genug, um damit rund 30'000 Haushalte mit umweltfreundlich produziertem Strom zu optimalen ökologischen und ökonomischen Bedingungen zu versorgen.

