Öffnung des Strommarktes
Seit 1. Januar 2009 können Endverbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 100 000 kWh den Energielieferanten frei wählen oder, wie alle übrigen Stromkunden, bei ihrem bisherigen Energielieferanten bleiben. Somit können sie von den Vorteilen der Grundversorgung profitieren oder auch ein Strompreismodell der EBM für die freie Netznutzung wählen. Der Preis für die Grundversorgung wird jährlich aufgrund der langfristigen Strombezugsverträge sowie der Kostenentwicklung beim Netz zu den bestmöglichsten Konditionen neu festgelegt. Im Streitfall entscheidet die Eidgenössische Elektrizitätskommission.
EBM passt Strompreis an
Für das Jahr 2012 erhöht die EBM ihre Strompreise um durchschnittlich 2,1 Prozent. Gleichzeitig senkt sie den Aufpreis für Sonnenstrom markant von bisher 75 Rappen auf neu 55 Rappen je Kilowattstunde. Weiter fällt neu bei der Energie der Grundpreis weg, womit sich Stromsparen noch stärker als bisher lohnt.
Die durchschnittliche Strompreiserhöhung von 2.1% ab 1. Januar 2012 setzt sich aus einem unveränderten Energiepreis und einer dem Gesetz entsprechenden Preisanpassung für die Netznutzung zusammen. Die hohe Qualität der Netze und damit verbunden eine zuverlässige Stromversorgung der Kunden haben grosse Priorität. Deshalb setzt die EBM auch weiterhin alles daran, dass die notwendigen Investitionen für den Erhalt und den Ausbau des Verteilnetzes getätigt werden können.
Die zusätzliche Stromnachfrage (Neukunden und Mehrverbrauch bei bestehenden Kunden) muss teurer als der übrige Bedarf beschafft werden. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage verzichtet die EBM jedoch auf die erforderliche Preiserhöhung bei der Energie. Mit der Einführung eines rein verbrauchsabhängigen Energietarifs ohne fixen Grundpreis wird ab 1.1.2012 dem Verursacherprinzip noch besser Rechnung getragen.
Was bringt die Zukunft?
Zur Sicherstellung der langfristig ausreichenden, kostengünstigen und umweltgerechten Stromversorgung setzt die EBM auf Diversifikation bei der Strombeschaffung. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien wird dabei eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Der auch von der Politik geforderte Umbau der Stromversorgung, die mittelfristig in der Schweiz sowie in Europa erwarteten Produktionsengpässe und die ab 2013 mögliche Erhöhung der KEV-Abgabe auf 1.0 Rp./kWh. werden zu steigenden Strompreisen führen.
Tarifzeiten
Die EBM unterscheidet bei den Energie- und Netznutzungspreisen nach Hoch- und Niedertarif .